Mehr Glück als Verstand – Malborough Sounds
Südinsel – Neuseeland

Diesen Morgen hatten wir mehr Glück als Verstand. Gerade erst auf der Südinsel angekommen, suchten Christina, Marvin und ich nach einem Touristenzentrum in Picton, um uns über den Verlauf unserer weiteren Reise Gedanken zu machen.

Nicht einmal drei Schritte sind wir von unserem Camper Van gelaufen, so sprach uns auch gleich eine super nette Frau, namens Linda, an. Wir kamen ins Gespräch und fragten Sie, ob Sie uns einen Tipp geben könnte, was wir die nächsten zwei Tage bis zum Jahreswechsel hier auf der schönen Südinsel unternehmen könnten.

Sofort schlug Sie uns einen grandiosen Plan vor.

Sie erzählte uns, dass ihr Mann, namens Martin, sich gerade am Hafen befände, um das Boot für den wöchentlichen Trip zu ihrem Ferienhaus in den Malborough Sounds vorzubereiten.

 
„Habt Ihr nicht Lust mitzukommen?“ fragte Sie uns ohne groß darüber nachzudenken.
 

Daraufhin staunten wir nicht schlecht und waren für eine Zeit lang sprachlos. Unsere Augen wurden immer größer und unser Grinsen immer breiter. Das stand so gar nicht auf dem Plan. Unsere sonst so begeisterungsfähige Spontanität war kurz überfordert und zögerte einen Augenblick lang. Ein paar Sekunden später sagten wir dann selbstverständlich zu, schließlich wollten wir Land und Leute näher kennen lernen.

Innerhalb einer Stunde befanden wir uns auf ihren Boot auf dem Weg zum Ferienhaus. Noch wussten wir nicht wie schön es werden wird.

Allein die Fahrt dahin war schon ein großes Abenteuer. Mit High-Speed durchbrachen wir die Wellen. Türkisfarbenes Wasser, soweit das Auge reicht. Delphine und Seehunde tummelten sich im Wasser. Die Malborough Sounds im strahlenden Sonnenschein, waren einfach wunderschön. Nach ca. 25 Minuten waren wir auch schon da.

Wir trauten unseren Augen nicht! Vor uns steht das Paradies! Und wir? Wir sind mittendrin!!! So schön haben wir es uns nicht vorgestellt!

Vor lauter Fassungslosigkeit musste ich mir erst einmal in den Arm pieksen, um festzustellen, ob ich nicht vielleicht doch träume. Das Wasser war kristallklar und hatte eine gelb türkise Farbe. So, wie man es aus Urlaubsmagazinen und Inselfilmen kennt.

Das Ferienhaus des Ehepaares befand sich am Hang inmitten von Palmen. Der Blick war überwältigend! Ein gewaltiges Grundstück mit üppiger Vegetation. Wir setzten ab und liefen durch den blühenden mit viel Liebe angelegten Garten. Unsere Augen wurden immer größer. Wow!

Der Blick vom Balkon aus war atemberaubend. Je genauer ich mir den Garten anschaute, umso sprachloser wurde ich. Im Grundstück, was schon ein beachtliches Stück Fläche einnahm, befand sich unter anderem ein Kamin für kalte Nächte, ein Whirlpool, eine Außendusche und jede Menge Ausrüstung für all mögliche Wasseraktivitäten. Im Inneren des Hauses war es gemütlich und individuell eingerichtet – mit einem Touch Toscana.

Es war wie im 5 Sterne Urlaub. Wir genossen jeden Augenblick. Und dabei dachte ich mir, wenn man so etwas das ganze Jahr über zur Verfügung hat, kann man es wohl gar nicht mehr so schätzen.

Das Ehepaar war sehr glücklich und herzlich und freute sich das Wochenende mit uns gemeinsam zu verbringen.

Wir verschwendeten keine Zeit und so fuhren Christina und ich gleich nach Besichtigung des Hauses hinaus an die einsamen Buchten. Mit unserem Schlauchboot hatten wir da ein leichtes Spiel und konnten überall andocken, wo wir wollten.

Danach angelte Marvin und Martin „Jakobsmuscheln“. Christina und ich verbrachten die Zeit mit Linda im Garten.

Den Abend krönten wir mit einem Whirlpoolgang, dazu gab es Wein in jeder Farbe und Knabbereien wurden uns auf einem schwimmendem Tablett gereicht. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt und lebten wie die Könige. Für das Ehepaar war das anscheinend normal.

Die Nacht verbrachten Christina und ich im Zelt. Marvin nahm sich eines der freien Betten im Haus zu Herzen.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Wasserski stand auf dem Plan.
Die Wellen waren um diese Uhrzeit noch nicht so hoch, deswegen sollte es um 7 Uhr schon los gehen.
Ich habe leider verschlafen. Dann 8:30 Uhr standen Marvin, Martin, Linda und ich im Boot. Linda machte es vor… es sah super aus. Dann Marvin… ohne Probleme. Martin hinterher…als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Nun war ich an der Reihe.
Die Bretter an den Füßen, Schwimmweste und das Seil fest in der Hand. Es konnte losgehen! … Nur leider… leider klappte es überhaupt nicht! Ich kam einfach nicht von den verdammten Bretter hoch. So schwierig habe ich mir Wasserski bei weitem nicht vorgestellt.
Es machte mir trotzdem riesig Spaß und ich musste ununterbrochen lachen. Nach nur 10 Anläufen war ich so müde, dass ich mich mit 10 Sekunden, die ich auf den Wasserski stand, zufrieden geben musste. Kein Grund zur Sorge sagte ich mir. Das wird beim nächsten Mal besser.

Nach unserem sportlichen Morgen gab es erst einmal ein leckeres Frühstück auf dem Balkon mit Blick auf die Malborough Sounds versteht sich.

Mein Enthusiasmus für das Wasser war allerdings noch nicht gebändigt. So stürzten Christina und ich uns auf die Kajaks und erkundeten die Gegend. Der erste Haltepunkt war das nahe stehende Resort, in dem angeblich bekannte Filmstars untergebracht werden.

In der Zeit, in der wir die Strände mit unserem Kajak abgefahren sind, übte sich Marvin im Windsurfen. Er war ganz schön hartnäckig, wie wir es aus der Ferne beobachten konnten. Allerdings schaffte er nur wenige Minuten auf dem Brett zu stehen.

Nachdem unsere Haut vom vielen Wassersport schon ganz aufgeweicht war, entschlossen wir am späten Nachmittag alle gemeinsam Golf zu spielen.

Den letzten Abend ließen wir wieder im Whirlpool ausklingen. Es war eine richtig schöne Sommernacht. Und so erzählten wir uns bei Kerzenschein und Knabbereien, bis tief in die Nacht hinein, jede Menge Geschichten.

Am nächsten Morgen aßen wir alle ein letztes Mal gemütlich Frühstück. Danach packten wir auch schon unsere Sachen. Nach einer kurzen und sehr schönen Bootsfahrt waren wir dann wieder am Hafen von Picton.

Das Wochenende im Paradies war nun vorbei.

Es war ein wundervoller Einstieg und eine tolle Begrüßung auf die Südinsel Neuseelands. Wir verabschiedeten uns herzlich und bedankten uns für dieses unvergessliche Wochenende.

Eure Carolin
 

von | Apr 24, 2016 | Neuseeland, Reisen

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