Unterkünfte
Wwoofing    HelpX    Couchsurfing    AirBnB

Es gibt mittlerweile jede Menge Möglichkeiten, wie du überall auf der Welt für sehr wenig Geld eine schöne Unterkunft finden kannst. Ich war nie ein großer Fan von überfüllten Hostels, oder muffigen Motels. Die waren mir oft zu laut und zu dreckig. Und die Guten, waren entweder ausgebucht, oder viel zu teuer. Aus diesem Grund habe ich mich nach alternativen Unterkunftsmöglichkeiten umgesehen und stelle sie dir hier vor.

Wwoofing – Was ist das?

WWOOFING steht für „Willing workers on organic farms“. Die Idee ist es Menschen weltweit die Möglichkeiten zu bieten die Arbeit auf ökologischen Farmen besser kennen zu lernen. Im Durchschnitt hilfst du 4 – 6 Stunden täglich und bekommst im Gegenzug Kost und Unterkunft gestellt. Die Tätigkeiten reichen vom Ernten, Betreuen von Tieren, Gartenarbeit, handwerkliche Tätigkeiten bis hin zur Hausarbeit. Mittlerweile nehmen weltweit mehr als 100 Länder am Programm teil.

Wie funktioniert es?
Auf wwoofinternational.org findest du eine Liste von allen Ländern die am Programm teilnehmen.  Suche dir dein Zielland aus und gehe auf deren Webseite. Dort musst du dich vor erst als Mitglied im jeweiligen Land anmelden, um überhaupt mitmachen zu können. Die Mitgliedschaft geht immer ein Jahr. Als Mitglied bezahlst du einen kleinen Beitrag welcher vom Land abhängig ist und beinhaltet eine Versicherung gegen Unfälle während deines Wwoofing-Aufenthaltes.

Farm suchen: Je nach Land bekommst du entweder Zugangsdaten zum Wwoofing-Bereich, oder eine Wwoofing Broschüre mit allen Farm-Adressen zugeschickt. Wenn dir eine Farm zusagt kontaktiere den Host und kläre wichtige Fragen wie Unterkunft, Arbeit und Verpflegung ab. Sehr beliebte Farmen haben eine lange Warteliste! Hier lohnt es sich, sich frühzeitig zu bewerben.

Die Vorteile auf einem Blick

  • Du benötigst kein Arbeitsvisum, auch wenn du für deine Arbeit Unterkunft und Essen gestellt bekommst
  • Keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung
  • In der Community findest du schnell Anschluss und lernst so Land und Leute kennen
  • Du bist ungebunden. Deine Arbeit ist freiwillig und du kannst selbst bestimmen wie lang du bleiben möchtest
  • Erfahrungen in der Landwirtschaft sind keine Voraussetzung

Die Nachteile auf einem Blick

  • Für deine Arbeit erhältst du keinen Gehalt
  • Je nach Farm kann die Arbeit körperlich sehr anspruchsvolle sein – Mit zeitigem Aufstehen, Schmutz und Schürfwunden ist zu rechnen.

Help Exchange – Was ist das?

Help Exchange oder HelpX ist gleichzustellen mit Wwoofing. Nur lebst du hier primär mit Privatpersonen und Familien zusammen, anstatt in einer großen Community. Die Unterkunft und Verpflegung sind kostenlos, dafür hilfst du den Gastgebern 4-5 Stunden täglich mit der Haus- und Gartenarbeit, Tierpflege oder Kinderbetreuung. Wenn du bei deiner Reise viel Zeit mitgenommen hast, du dein Portemonnaie schonen willst und Land & Leute besser kennen lernen möchtest, ist HelpX genau das Richtige für dich.

Und so funktioniert es?
Erstelle dein Profil auf helpx.net. Lade ein Foto von dir hoch und erzähle etwas über dich. Falls du eine berufliche Qualifikation im sozialen, handwerklichen oder gastronomischen Bereich hast, solltest du diese angeben. Mit etwas Glück gibt dir dein Gastgebern etwas Taschengeld für deine Arbeit. Um Gastfamilien kontaktieren zu können musst du Mitglied sein. Eine zweijährige Mitgliedschaft auf HelpX kostet 20 €.

Gastfamilie suchen: Um einen Host zu finden wähle einfach unter dem Hauptmenü dein Zielland aus. Für eine bessere Orientierung hilft dir die geografische Übersichtskarte. Hier werden allerdings nicht alle Hosts angezeigt, sondern nur die, die ihre Standortkoordinaten angegeben haben. Wenn du einen interessanten Host gefunden hast, lese dir zusätzlich die Bewertungen vorheriger Gäste durch.

Kontaktaufnahme: Erzähle etwas über dich und wie du dir deinen Aufenthalt bei der Gastfamilie vorstellst. Nehme dir Zeit für deine Email und benutze ja kein Copy-und-Paste! HelpX-Hosts können einsehen, wie viele Nachrichten du in der letzten Zeit verschickt hast und wie viele Wörter du jeweils verwendet hast. Viele Gastgeber sind davon abgeschreckt, denn es zeigt dein mangelnde Interesse an der Gastfamilie. Bevor du zusagst, ist es außerdem ratsam über deine Arbeitsaufgaben zu sprechen.

Ankunft: Respektiere die Hausregeln du wirst ein neues Familienmitglied sein.

Die Vorteile auf einem Blick

  • Keine Übernachtungskosten
  • Verpflegung inklusive
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Du bist mit Einheimischen zusammen und erhältst gute Tipps und Ratschläge aus erster Hand
  • Du wirst teil einer Familie und bist bei Familienfesten und Ausflügen mit dabei
  • Mit Glück stellen dir manche Familien ihr Auto und Fahrrad zur Verfügung
  • Es besteht die Möglichkeit eines längeren Aufenthaltes

Die Nachteile auf einem Blick

  • Du bist keine billige Arbeitskraft. Lass dich nicht ausnutzen und bespreche deine Arbeit und Arbeitszeiten im Vorfeld. Dein HelpX-Aufenthalt sollte vom gegenseitigen Geben und Nehmen geprägt sein.
  • Sei tolerant gegenüber fremden Ländern und Kulturen
  • Respektiere deine Privatsphäre und die deines Gastgebers

Couchsurfing – was ist das?

Beim Couchsurfing bekommst du einen kostenlosen Schlafplatz für ein paar Tage angeboten. Der Gastgeber ist hierbei der Host und der Gast ist der Surfer. Die Unterkünfte sind oft einfach gehalten, dafür aber kostenlos. Als Gegenleistung setzt man hier mehr auf den interkulturellen Austausch und das Knüpfen von neuen Freundschaften. Das Wort Community wird beim Couchsurfing wirklich groß geschrieben, denn Hosts, sowie Surfer interagieren oft untereinander, um Erfahrungen und Empfehlungen untereinander auszutauschen.

Und so funktioniert es?
Auch hier benötigst du zu aller erst ein Profil unter couchsurfing.com. Die Anmeldung ist kostenlos. Nimm dir immer etwas Zeit um dein Profil zu erstellen.

Couch suchen: Couchsurfing ist weltweit vertreten. Grenze deine Suche also auf bestimmte Punkte ein. Beachte auch hier die Bewertungen vorheriger Gäste, so bekommst du einen ersten Eindruck des Gastgebers.

Buchen: Wenn du deine Anfrage stellst, achte darauf, dass du persönlich bist und dem Host erzählst warum du ihn ausgesucht hast und was dein Vorhaben ist.

Ankunft: Anderes Land andere Sitten. Sei offen und respektiere dein neues Umfeld.

Die Vorteile auf einem Blick

  • Du sparst Geld, was dir auf deiner weiteren Reise zu Nutzen kommt
  • Du knüpfst schnell neue Freundschaften aus aller Welt
  • Du bist im direkten Kontakt mit Einheimischen und erhältst kostbare Tipps und Informationen aus erster Hand

Die Nachteile auf einem Blick

  • Das Risiko, dass dein Gastgeber ein schwarzes Schaf ist besteht immer. Verlasse dich also auf deinen gesunden Menschenverstand. Wenn du merkst das irgendetwas nicht stimmt. Suche dir lieber eine andere Unterkunft.
  • In den meisten Fällen wirst du wenig Privatsphäre haben, wenn du z.B. mitten im Wohnzimmer dein Lager aufschlagen darfst
  • Deine Unterkunft wird oftmals schlicht ausfallen – Matratze, Couch, Hängematte oder Gästebett – alles ist möglich!

AirBnB – was ist das?

Auf AirBnB kannst du private Wohnungen, Häuser oder Gästezimmer für eine bestimmte Zeit anmieten. Der Preis richtet sich nach Vermieter und Umgebung. Dafür, dass du eine voll ausgestattete Unterkunft in deiner Wunschgegend beziehst, ist das Preis Leistungsverhältnis super. AirBnB wird derzeit in über 190 Ländern aus aller Welt angeboten und die Zahl der Inserate steigt stetig an. Ähnlich wie beim Bed & Breakfast-Modell wird dir neben einer individuellen Unterkunft, teilweise auch Frühstück mit angeboten.

Und so funktioniert es?
Ein Profil erstellen: Zu aller erst solltest du dir ein eigenes Profil erstellen. Dieses brauchst du um Inserate aufzurufen, aber vor allem auch dazu, dass der Vermieter sich einen ersten Eindruck von dir machen kann. Nehme dir hierfür also etwas Zeit, um so schneller eine Unterkunft zu bekommen.

Unterkunft suchen: In der Suchoption gibst du einfach den Zielort, Anzahl der Gäste, sowie An-und Abreisedatum ein. Wenn du möchtest kannst du hier die Auswahl noch auf weitere Punkte einschränken. Erst wenn du eine Unterkunft anklickst, siehst du den kompletten Preis, da z.B. Reinigungsgebühren hinzukommen können. Achte außerdem auf die Hausregeln und Stornobedingungen.

Bewertungen: Sagt dir eine Unterkunft zu, solltest du noch einen Blick auf die Bewertungen der letzten Besucher werfen. Dadurch erhältst du schon einen ersten Eindruck. Gibt es hier viel positives zu berichten, kannst du dir mit deiner Auswahl sicher sein. Wenn dir noch etwas unklar sein sollte, kontaktiere einfach deinen Gastgeber.

Buchen: Wenn du eine Buchungsanfrage stellst, hat der Gastgeber 24 Stunden Zeit die Anfrage zu akzeptieren oder abzulehnen. Plane hier also etwas Zeit ein und buche rechtzeitig. Achte darauf, dass deine Nachricht persönlich ist und du etwas über dich und deinen Plänen erzählst.

Bezahlung: Die Bezahlung läuft über AirBnB und der Betrag wird sofort von deinem Konto eingezogen. Wenn der Host doch ablehnen sollte, wird das Geld wieder gut geschrieben. Außerdem erhält der Host erst 24 Stunden nach dem Einchecken dein Geld – somit bist du abgesichert.

Ankunft: Wenn du eine Unterkunft hast denke immer daran, dass du nicht im Hotel wohnst, sondern bei einer Privatperson. Teile vor Ankunft genau mit wann du ankommen willst, damit es bei der ersten Begegnung nicht zu Problemen kommt.

Die Vorteile auf einem Blick

  • Gastgeber: AirBnB Gastgeber sind freundliche und offene Menschen, die oft selbst viel gereist sind und ihre Erfahrungen nun an andere Reisende weitergeben wollen. Du kommst sofort mit Lokals in Kontakt und kannst dir oft gute Tipps für deine Reise einholen – hier können die Reiseführer nicht mithalten! Wenn du Glück hast, bekommst du sogar ein Fahrrad von den Gastgebern gestellt.
  • Unterkunft: Die Unterkünfte sind individuell und liebevoll eingerichtet – fast wie zu Hause. Manchmal kannst du sogar in einem Bootshaus, oder in einer schönen Hütte im Garten unterkommen. Außerdem kannst du in der Regel die Küche mit benutzen. So sparst du dir teure Restaurantbesuche.
  • Preis: AirBnB ist nicht die günstigste Unterkunftsart, aber auch nicht die teuerste. Im Allgemeinen sind die Preise dennoch preiswerter als die eines Hotels! Oftmals gibt es sogar Rabatte für einen längeren Aufenthalt.
  • Internet: Du hast keine Kosten für das Internet und die Verbindung ist oft besser als in Hostels.

Die Nachteile auf einem Blick

  • Wenn dir nur wenig Geld für deine Reise zur Verfügung steht, ist Couchsurfing oder Wwoofing eher etwas für dich
  • AirBnB ist gemütlich und kein Ort an dem du viel Party machst und jede Menge neue Leute Kennen lernst
  • Du bist bei jemanden privat zu Hause. Ob die Unterkunft deinen Geschmack entspricht und ob du dich mit dem Gastgeber verstehst, stellt sich immer erst später heraus.
  • Wenn dein Host kurzfristig abspringen sollte, hast du den Stress schnell eine neue Unterkunft suchen zu müssen.

Hier habe ich noch ein paar weitere Alternativen zu Unterkünften für euch zusammen gestellt. Allerdings habe ich bei diesen keine persönlichen Erfahrungen sammeln können, aber schon viel Gutes darüber gehört.

Auf House Carers suchen Eigentümer von Privathäusern, die gerade auf Reisen sind, nach einem Haus-Sitter. Du bist also zuständig für das Blumengießen, die Haustierbetreuung oder dienst als Abschreckmanöver für Einbrecher. Auch hier musst du erst Mitglied werden um mitmachen zu können.

Workaway ist so ähnlich wie Wwoofing, nur hast du hier speziellere Angebote und außergewöhnliche Unterkünfte. Eine Mitgliedschaft wird vorausgesetzt.
Ich hoffe ich konnte Euch hiermit einige Anregungen für eure nächste Reise geben.

Eure Carolin

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